Leitungswasser als Restaurant-Getränk – GastroSuisse-Studie

18.11.2016 |  Von  |  News
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Leitungswasser als Restaurant-Getränk – GastroSuisse-Studie
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Wenn der Gast im Restaurant Leitungswasser als Getränk bestellt, sorgt das gelegentlich für ein leichtes Stirnrunzeln beim Service. Dabei kommt das öfters vor, als mancher denkt.

Erstmals hat der Branchenverband GastroSuisse in einer gross angelegten Studie den Leitungswasser-Konsum im Gastgewerbe näher erforschen lassen. Demnach steht Leitungswasser an sechster Stelle der meistgetrunkenen Getränke im Ausser-Haus-Konsum.

Leitungswasser meist kostenlos abgegeben

Leitungswasser als Getränk ist zwischen den Altersgruppen und Sprachregionen fast ausgewogen verteilt. Dennoch zeigt die Studie von amPuls Market Research, dass der Anteil bei jüngeren Gästen, bei Frauen sowie in der Westschweiz etwas überdurchschnittlich ist. Im Restaurant trinken insgesamt 5.1 % aller Gäste Leitungswasser.

94.3 % aller Befragten mussten dafür nichts bezahlen. Wenn ein Preis erhoben wurde, fiel er in der Regel recht moderat aus. In 90 % der Fälle, wo etwas für ein Glas Wasser bezahlt werden musste, lag der Preis unter 3 Franken.


Kostenübersicht Hahnenwasser (Bild: © obs/GastroSuisse)

Kostenübersicht Hahnenwasser (Bild: © obs/GastroSuisse)


Warum Leitungswasser etwas kosten darf

Das Gastgewerbe erbringt für seine Gäste Dienstleistungen. Auch Leitungswasser ist eine gastgewerbliche Leistung, für die Kosten entstehen. Es ist deshalb der unternehmerischen Freiheit jedes Betriebes überlassen, diesen Aufwand an den Gast weiter zu verrechnen. Gleichzeitig steht es selbstverständlich frei, den Service gratis anzubieten.

Es ist eine weit verbreitete Meinung, dass der Konsum von Hahnenwasser im Restaurant nichts kosten dürfe. Das ist falsch. Die Serviceangestellten müssen weiter für ihre Leistungen bezahlt werden, das Personal spült das Glas und der Gast hält sich während des Leitungswasser-Konsums im angenehmen Ambiente eines Lokals auf, für das Miete, Strom- und Heizkosten anfallen.

Der Preis für die Abgabe von Hahnenwasser wird vor allem durch die Kosten für die Dienstleistung bestimmt. Fast die Hälfte eines Umsatzfrankens muss im Gastgewerbe für die Personalkosten aufgewendet werden. Insgesamt gibt ein Betrieb fast 80 Prozent der Einnahmen allein für die Deckung von Personalkosten und allgemeinen Betriebsaufwänden aus.

Transparenz und Information

Es ist wichtig, die Gäste über den Preis von Leitungswasser klar zu informieren und diesen transparent auf der Speisekarte zu deklarieren. Weiter muss Leitungswasser für den Gast deutlich von Mineral- und Quellwasser zu unterscheiden sein. Es ist jedem Betrieb überlassen, zu Kaffee oder weiteren Bestellungen Hahnenwasser gratis abzugeben.

 

Artikel von: GastroSuisse
Artikelbild: © Lisa S. – shutterstock.com

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