Wie viel Zucker ist gesund?

14.07.2016 |  Von  |  Ernährung
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Wie viel Zucker ist gesund?
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Jeder weiss, dass zu viel Zucker schädlich ist. In vielen Lebensmitteln steckt Zucker, doch wir kennen nicht all die verschiedenen Namen, die genutzt werden. Wir klären Sie auf.

Wir zeigen Ihnen, wieso Zucker so gut schmeckt, ob Süssstoffe gesünder sind, und wie sich Zucker auf unseren Körper auswirkt.

Zucker – Süssungsmittel mit vielen Namen

Es ist nicht immer einfach herauszubekommen, wie hoch der Zuckeranteil in einem Lebensmittel ist. Zunächst sollte man die Liste der Inhaltsstoffe sorgfältig studieren und beachten, dass neben Zucker auch die Bezeichnungen Glucose (Traubenzucker), Fructose (Fruchtzucker), Glucose-Fruktose-Sirup, Laktose (Milchzucker) oder auch Maltose (Malzzucker) gebräuchlich sind. Jedoch deuten auch Melasse, Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup darauf hin, dass das Produkt über einen entsprechenden Zuckergehalt verfügt.

Wer jedoch denkt, Honig sei gesünder als Zucker, täuscht sich: Auch dieser besteht zu 80 % aus Zucker. Zwar enthält er neben Glucose   einige Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäure, doch durch seine klebrige Konsistenz haftet er länger an den Zähnen und kann die Entstehung von Karies begünstigen.


Jeder weiss, dass zu viel Zucker schädlich ist. (Bild: Lestertair – Shutterstock.com)

Jeder weiss, dass zu viel Zucker schädlich ist. (Bild: Lestertair – Shutterstock.com)


Gesunde Alternativen

Ernährungswissenschaftler kämpfen seit Jahren gegen den Mythos, dass Vollrohrzucker oder auch brauner Zucker die gesündere Alternative zum weissen Haushaltszucker darstellt. Dieser wird aus dem Zuckerrohr gewonnen, dessen Saft in offenen Kesseln unter ständigem Rühren kocht, bis er eindickt. Danach lässt man die Masse abkühlen, um sie anschliessend fein zu zermahlen. Doch auch diese Zuckerart wird ihrem gesunden Image nicht ganz gerecht.

Zwar enthält sie dank der Melasse die wertvollen Nährstoffe des Zuckerrohrsafts wie etwa Kalium, Magnesium und Eisen, doch der ernährungsphysiologische Wert gegenüber dem weissen Haushaltszucker ist überschaubar – denn brauner Zucker verfügt über nur sehr geringe Anteile an Melasse. Mit fast 98 % an Saccharose hat er aber einen fast gleich hohen Anteil wie weisser Zucker.

Alternativen zum Süssen

Wer sich dafür entscheidet, Zucker aus seinem Ernährungsplan zu streichen oder ihn einzuschränken, tauscht diesen oft gegen künstliche Süssstoffe wie Saccharin oder Aspartam aus. Sie sind besonders bei Menschen beliebt, die abnehmen möchten. Obwohl sie keine oder nur wenige Kalorien haben, deuten Untersuchungen darauf hin, dass sie den Blutzuckerspiegel erhöhen.

Zudem gibt es Studien darüber, dass künstliche Süssstoffe eine Veränderung der intestinalen Bakterienflora herbeiführen, die schlimmstenfalls Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes begünstigen kann.

Die bessere Wahl stellen laut Experten die pflanzlichen Zuckeraustauschstoffe Stevia oder Erythrit dar.


Stevia (Bild: Pat_Hastings – Shutterstock.com)

Stevia (Bild: Pat_Hastings – Shutterstock.com)


Zuviel Zucker lässt schneller altern

Zucker ist ein osmotisch aktiver Stoff, der das Wachstum von Mikroorganismen und den Verderb von Lebensmitteln verhindert. Wer aber denkt, er könne durch den Verzehr von Süssigkeiten auch sein jugendliches Aussehen „konservieren“, erreicht das Gegenteil. Ein hoher Blutzuckerspiegel führt zur Degeneration von Kollagenfasern und fördert damit den Verlust der Elastizität der Haut. In einem Versuch wurden Probanden Bilder von Menschen mit einem sehr niedrigen und einem hohen Glucosewert gezeigt. Das Ergebnis: Die Teilnehmer schätzten die Personen mit hohem Wert um ca. anderthalb Jahre älter, als sie tatsächlich waren.



Gesunde Snacks

Produkte mit einem hohen Zuckergehalt versorgen den Körper zwar schnell mit Energie, sättigen in den meisten Fällen jedoch nur für kurze Zeit. Der Blutzuckerspiegel steigt in die Höhe und sinkt dann schnell wieder ab.

Dadurch entsteht Heisshunger, der Körper verlangt nach noch mehr Zucker. In der Folge fühlen wir uns müde, schlapp und energielos. Menschen, die zu viel Zucker und industriell verarbeitete Nahrung konsumieren, haben oftmals Darm- und Verdauungsstörungen und sind häufig übersäuert.

Um Heisshunger zu vermeiden, empfehlen Ernährungswissenschaftler regelmässige Mahlzeiten und ausreichend zu trinken. Von besonderer Bedeutung ist ein nahrhaftes Frühstück, das für einen kraftvollen Start in den Tag sorgt. Gesunde Snacks zwischendurch in Form von Gemüse oder Obst verhindern den Griff zum Schokoriegel.

 

Artikel von: gourmetnews.ch-Redaktion
Artikelbild: © Dream79 – Shutterstock.com

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