Gesund, erfrischend und köstlich: Lieblingsobst Erdbeere

11.07.2016 |  Von  |  Ernährung, Rezepte
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Gesund, erfrischend und köstlich: Lieblingsobst Erdbeere
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Endlich ist wieder Erdbeeren-Zeit. Schon lange vorher gab es die erfrischenden Früchte in den Supermärkten, doch jetzt schmecken sie viel besser. Bei den früh importierten Beeren sollten Sie sogar Vorsicht walten lassen.

Haben Sie bereits einmal selbst Erdbeeren gepflückt? Dann wissen Sie, wie empfindlich die Früchte sind. Sie können nicht lange gelagert werden und sollten möglichst am gleichen Tag verarbeitet werden. Wie ist es also möglich, dass die herrlichsten Früchte aus Spanien zu uns gelangen und erst noch ein paar Tage haltbar sind?

Leider werden sie vom Anbau bis zum Transport mehrfach mit schädlichen Chemikalien behandelt. Herbizide, Pestizide und Insektizide sind nur einige von den ungesunden Substanzen, welchen die riesigen und perfekt aussehenden Erdbeeren ausgesetzt werden. Kein Wunder, dass Allergien gegen die roten Beeren auf dem Vormarsch sind.

Zu all den schädlichen Stoffen kommt noch dazu, dass diese Erdbeeren gar nicht den typischen Geschmack, den wir alle so lieben, mitbringen und oft nach „Nichts“ schmecken. Übrigens sind auch Beeren aus dem Tiefkühler oft stark belastet. Also warten wir besser noch ein paar Wochen, bis einheimische Sorten auf dem Markt sind! Ab Mai erhalten Sie Schweizer Früchte, die je nach Sorte in Grösse, Festigkeit und Geschmack leicht variieren aber allesamt gesund sind. Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, greifen Sie zu Bioware. Diese ist zwar teurer, aber vielerorts ist es möglich, Erdbeeren selber zu pflücken und dadurch kräftig zu sparen.


Vielerorts ist es möglich, Erdbeeren selber zu pflücken. (Bild: FamVeld – Shutterstock.com)

Vielerorts ist es möglich, Erdbeeren selber zu pflücken. (Bild: FamVeld – Shutterstock.com)


In Schweizer Wäldern finden Sie bald wieder die kleine Walderdbeere mit ihrem intensiven Geschmack. Im Sommer können Sie die köstlichen Früchte von Spaziergängen und Wanderungen mit nach Hause nehmen. Auf Lichtungen mit genügend Sonneneinfall lassen sich bis zum ersten Frost Walderdbeeren finden. Schon in der Antike galten sie als Heilpflanze. Die Blätter sollen, wie Schwarztee zubereitet, bei Durchfall helfen. Ausserdem soll der Tee in Verbindung mit dem Genuss von frischen Walderdbeeren Gicht lindern. Die wilden, kleinen Vertreter der Erdbeerfamilie lassen sich in der Küche vielseitig verwenden. Sie können zu Likör, Marmeladen und Desserts verarbeitet werden.

Unsere kultivierten Erdbeeren aus dem Gartenbeet oder vom Feld stammen wahrscheinlich aus Züchtungen, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts das Ziel hatten, aromatische Beeren zu erschaffen. Man kannte damals Erdbeeren aus Chile, die zwar deutlich grösser als unsere wild wachsenden waren, jedoch kaum Geschmack aufwiesen. Im 20. Jahrhundert wurden unzählige verschiedene Sorten gezüchtet. Das heisst, dass Hobbygärtner vor einer grossen Auswahl stehen. Auch wer nur einen kleinen Balkon hat, muss auf eigene Erdbeerernte nicht verzichten: Es gibt sie sogar als Kübelpflanze am Strauch.


Erdbeeren als Kübelpflanze (Bild: AVN Photo Lab – Shutterstock.com)

Erdbeeren als Kübelpflanze (Bild: AVN Photo Lab – Shutterstock.com)


Erdbeeren schmecken nicht nur zuckersüss, sie sind zudem sehr gesund. Inhaltsstoffe, mit denen sich die Frucht vor Bakterien und Zellschädigung schützt, wirken auch in unserem Stoffwechsel. Die enthaltenen Gerbstoffe zum Beispiel haben eine antibakterielle Wirkung und hemmen Entzündungen. Ausserdem binden Sie Schadstoffe im Darm, regulieren die Verdauung und lindern, Durchfall sowie Blähungen. Diese Wirkung erzielen Sie vor allem mit ausgereiften, einheimischen Erdbeeren.

Zu den Vitaminen und Vitalstoffen, die in bemerkenswerter Fülle in den roten Beeren vorkommen, gehören Folsäure, Vitamin C und Kalium. Ganz besonders muss aber das Mangan erwähnt werden. Von allen bei uns wachsenden Obstsorten hat keine andere so einen Manganreichtum zu bieten! Damit wird die Erdbeere zu einem wertvollen Helfer für unsere Gesundheit und Schönheit. Mangan wird im Stoffwechsel für viele Funktionen benötigt. Nerven und Gehirn sind darauf angewiesen und für die Bildung von Blut und Knochen ist es unerlässlich. Ausserdem soll es anregend auf die Schilddrüsenhormone wirken. Auch auf unser Aussehen hat Mangan eine Auswirkung, es beeinflusst nämlich die Farbpigmente von Haut und Haaren.

Erdbeeren können nicht lange gelagert werden. Am besten verarbeiten Sie sie gleich nach dem Einkauf oder Pflücken. Die Beeren müssen gut gewaschen und ihre Blätter und Stiele entfernt werden. Reife Früchte schmecken meistens zuckersüss und können pur genossen werden. Auch Kinder müssen nicht überredet werden, sondern langen bei diesem Obst freiwillig zu. Die Verarbeitungsmöglichkeiten sind beinahe unendlich und Sie dürfen richtig kreativ sein. Einen Naturjoghurt oder Quark verwandeln Sie mit frischen Erdbeeren in ein gesundes und beliebtes Dessert. Verwenden Sie, falls Sie nachsüssen möchten, Honig anstelle von Zucker.



Erdbeermarmelade und Erdbeertorte sind die Klassiker in der Erdbeerküche. Bei unserem Bäcker daheim in Thüringen gab es früher, als ich Kind war, ein luftiges Gebäck, welches sich „Gefüllte Schuhsohlen“ nannte. Ich hatte das schon vergessen, bis ich letztes Jahr auf Malta etwas Ähnliches entdeckte, wodurch sofort Kindheitserinnerungen geweckt wurden. Zu Hause probierte ich dann, diesen Traum aus Rahm, Blätterteig und Erdbeeren nachzubacken, was mir gut gelang. Nachfolgend schreibe Ihnen gerne das Rezept auf.

Für 6 Stück benötigen Sie:

  • Blätterteig, wenn Sie diesen nicht selber machen möchten, können Sie natürlich zu Fertigteig oder Tiefkühlteig greifen.
  • 100 Gramm Zucker
  • Eine kleine Schale Erdbeeren
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Einen Viertelliter Schlagrahm

Und so werden die Gefüllten Schuhsohlen gemacht:

  • Aus dem Teig werden Kreise ausgestochen. Dafür verwenden Sie am besten ein Trinkglas, dann bekommen Sie die ideale Grösse.
  • Streuen Sie Zucker auf die Arbeitsfläche und formen Sie darauf die Kreise zu länglichen „Sohlen“.
  • Der Zucker sollte sich gleichmässig in beide Seiten der Teigstücke verteilen, weshalb Sie sie beidseitig über den Zucker rollen.
  • Auf ein Kuchenblech legen Sie ein Backpapier und darauf die Teigstücke.
  • Im auf 200 – 225 Grad vorgewärmten Ofen werden diese nun in ca. einer Viertelstunde goldbraun gebacken.
  • Während die gebackenen „Sohlen“ abkühlen, schlagen Sie den Rahm steif und mischen dabei den Vanillezucker unter. Die gewaschenen Erdbeeren werden in Scheiben oder Würfel geschnitten.
  • Wenn der Teig abgekühlt ist, schneiden Sie ihn wie Brötli in der Mitte durch. Auf eine Hälfte streichen oder spritzen Sie die Sahne und belegen sie mit den Erdbeeren.
  • Nun setzen Sie die beiden Hälften wieder zusammen und servieren das süsse, luftige Gebäck am besten mit einem feinen Kaffee.
  • Für die Füllung können Sie auch Vanillepudding oder Buttercreme verwenden.
  • Übrigens, ob Erdbeeren oder andere Obst- und Gemüsesorten: Wenn Sie selber pflücken möchten, müssen Sie natürlich wissen, wann und wo das möglich ist. Sie können sich unter anderem auf dieser Seite informieren: selberpfluecken.ch. Ein Ausflug aufs Erdbeerfeld bietet sich auch für einen Familienausflug an, Ihre Kinder werden bestimmt mit Begeisterung dabei sein!

 

Beitrag von gourmetnews.ch-Redaktion
Artikelbild: © minicase – Shutterstock.com

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