Picknick mit der Familie: Tipps, Ideen und was ins Körbchen gehört

Raus aus der Wohnung, Decke auf die Wiese, Körble auspacken – und plötzlich schmeckt alles besser als zuhause. Ein Picknick mit der Familie braucht keinen grossen Aufwand. Es braucht gute Vorbereitung, die richtigen Snacks und den Willen, einfach mal loszugehen.

Gerade in warmen Sommern ist ein Picknick die schönste Art, Zeit miteinander zu verbringen: kein Kochen, kein Abwaschen, keine Tischregeln. Dafür Gras unter den Füssen, Sonne im Gesicht und Kinder, die zwischen den Bissen herumrennen. Und weil die Temperaturen derzeit besonders hoch sind und in verschiedenen Kantonen ein Feuerverbot gilt: Das Picknick ohne Grill macht nicht weniger Spass – im Gegenteil.

Der richtige Ort: Wiese, See oder Stadtpark

Für ein schönes Picknick braucht es keinen speziellen Ausflug. Laut consumo.ch reicht schon die Quartierwiese, der Stadtpark oder ein Hügel in der Nähe. Kinder begeistert sogar der Spielplatz als Picknickort. Wer mehr will, fährt an einen See, an einen Bach oder auf einen Aussichtspunkt. Die Schweiz bietet für jede Ambitio das richtige Plätzchen – von der einfachen Parkbank bis zur Bergwiese mit Panorama. Beim Standort gilt nur eine Regel: Der Schatten eines Baumes ist im Sommer Gold wert. Eine freie, prall besonnte Wiese macht zwar schöne Fotos, aber nach zwanzig Minuten wird es unangenehm. Wer ein Sonnenschutzzelt oder einen Schirm mitnimmt, hat die freie Wahl.

Was ins Körbchen kommt – und was besser nicht

Beim Essen gilt: Was sich gut transportieren lässt, was nicht schmilzt, nicht ausläuft und mit einer Hand gegessen werden kann, gehört ins Picknickkörbchen. Laut der Schweizer Ernährungsexpertin Brigitte Bäuerlein sollte man bei warmen Temperaturen auf leicht verderbliche Lebensmittel verzichten oder sie zumindest gut kühlen. Konkret bedeutet das: keine Mayonnaise-Salate, kein Fleisch ohne Kühlung, keine Sahnetorten im Sonnenlicht. Was dagegen problemlos funktioniert:

  • Belegte Brote und Sandwiches, fest eingewickelt in Butterbrotpapier
  • Gemüsesticks: Rüebli, Peperoni, Gurken, Radieschen – bereits geschnitten und in Dosen verpackt
  • Hartgekochte Eier – halten ohne Kühlung mehrere Stunden
  • Käsewürfel auf Spiessen, kombiniert mit Trauben oder Kirschentomaten
  • Muffins, Focaccia, Pestoschnecken – alles, was sich aus der Hand essen lässt
  • Wassermelone in Würfeln – erfrischend und sättigend
  • Nüsse, Trockenfrüchte, reife Aprikosen und Kirschen als Snack

Das Dressing für Salate immer separat mitnehmen – erst kurz vor dem Essen darübergeben, sonst wird alles matschig. Laut Betty Bossi gilt als Grundsatz: Alles genussfertig von zuhause mitbringen, damit man auf der Decke nur noch auspacken muss.


Sandwiches, frischer Salat, Kiwi und Limonade: Ein gutes Picknick lebt von der Vielfalt – alles davon lässt sich problemlos von zuhause mitnehmen und auf der Decke auspacken.

Was ins Picknick-Set gehört

Wer einmal die richtige Ausrüstung zusammengestellt hat, ist beim nächsten Picknick in zehn Minuten fertig. Das Wichtigste:

  • Picknickdecke: Gross genug für die ganze Familie, am besten mit wasserdichter Unterseite – für feuchtes Gras
  • Kühltasche oder Kühlbox: Im Sommer fast unverzichtbar. Mit Kühlelementen hält auch das Getränk stundenlang kalt
  • Frischhaltedosen: Dicht verschlossen, damit nichts ausläuft
  • Genug Wasser: Immer mehr als man denkt – für die ganze Familie einplanen
  • Feuchttücher: Bei Kindern Pflicht. Irgendjemand hat immer klebrige Finger
  • Abfallbeutel: Müll gehört wieder mit nach Hause – Natur sauber hinterlassen
  • Sonnenschutz: Eincremen vor dem Aufbruch, nicht vergessen nachzucremen

Video-Tipp: Picknick mit der Familie vorbereiten

Praktische Tipps und einfache Rezeptideen für ein Picknick mit Kindern – kurz, anschaulich und sofort umsetzbar.



Kein Feuer, kein Problem

Bei anhaltender Trockenheit und erhöhter Waldbrandgefahr gilt in verschiedenen Schweizer Kantonen ein Feuerverbot – auch an eingerichteten Feuerstellen und Picknickplätzen im Wald und am Waldrand. Das ist kein Grund zu verzichten, sondern eine Einladung, das Picknick neu zu denken. Denn das schönste Picknick braucht gar kein Feuer: Mit einem gut gefüllten Picknickkorb voller genussfertiger Speisen kann man am Fluss, am See, im Park den lauschigsten Platz mit der schönsten Aussicht suchen. Wer auf Grillwurst verzichtet, hat ausserdem die freie Wahl des Standorts – keine eingerichtete Feuerstelle nötig, keine Wartezeit, kein Rauch. Einfach Decke hinlegen und geniessen.

Ideen für Kinder: Mitmachen macht Spass

Wer Kinder ins Picknick einbezieht, erlebt meist die angenehmsten Nachmittage. Schon das Vorbereiten daheim kann zum Erlebnis werden: Kinder belegen ihre eigenen Brote, wählen ihre Lieblingssandwich-Füllung, helfen beim Einpacken. Auf der Decke können sie nach dem Essen herumrennen, Stöcke sammeln, Insekten beobachten oder Gras flechten – das Picknick ist kein Programmpunkt, sondern der Rahmen, in dem sich alles entwickelt. Für Kinder bis etwa acht Jahren empfiehlt sich ein Tipp: Snacks immer im Sitzen essen lassen. Mit etwas im Mund herumzurennen birgt ein unnötiges Verschluckungs-Risiko. Eine Regel, die sich einfach kommunizieren lässt – und auf der Decke auch leichter einzuhalten ist als am Esstisch zuhause.



Getränke: Kühl, viel und ohne Zucker

Es gibt nichts Erfrischenderes als kühles, reines Wasser. Süssgetränke machen nur noch durstiger und alkoholische Getränke sind bei Sommerhitze nicht zu empfehlen. Am besten eignet sich stilles Wasser, eventuell mit einem Spritzer Sirup aromatisiert. Selbst zubereitete, leicht gesüsste Eistees oder ungesüsste Kräutertees ergänzen das Getränkeangebot. Für Kinder macht ein selbst gemachter Eistee aus Pfefferminze und Zitrone viel mehr her als eine Plastikflasche aus dem Kiosk. In einer Thermoskanne bleibt er stundenlang kühl.

Natur sauber hinterlassen

Ein Picknick in der Natur bringt Verantwortung mit. Was man mitbringt, nimmt man wieder mit – ausnahmslos. Kinder lernen Nachhaltigkeit nicht durch Erklärungen, sondern durch Vorbilder. Wer gemeinsam aufräumt und den Platz so verlässt, wie man ihn vorgefunden hat, gibt eine Lektion mit, die bleibt. Dazu gehört auch: Essen nicht wegwerfen, keine Verpackungen liegen lassen, auf das Pflücken von Wildblumen verzichten, wenn es nicht nötig ist.

Fazit

Ein Picknick mit der Familie ist eines der unkompliziertesten Vergnügen des Schweizer Sommers. Es braucht keine grosse Planung, kein teures Equipment und kein Feuer. Es braucht eine Decke, gutes Essen, Schatten und Menschen, mit denen man gerne zusammen ist. Den Rest erledigt der Sommer von selbst.

 

Bildquellen: Bild 1: Symbolbild © Pixel-Shot/Shutterstock.com; Bild 2: Symbolbild © Patxi P/Shutterstock.com; Bild 3: Symbolbild © halfmetal/Shutterstock.com

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