Am 8. Oktober ist Welt-Ei-Tag

05.10.2021 |  Von  |  News
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Dank einen geschützten Aussenklimabereich mit Einstreu, Sitzstangen und Sandbad können Legehennen in der Schweiz jeden Tag an die frische Luft und den Himmel sehen. Ausserdem können sie sich im Stall frei bewegen. Begonnen hat die Weiterentwicklung der Haltung 1981 mit dem Verbot der Käfighaltung.

Der Aussenklimabereich ist eine typisch schweizerische Erfindung. Ziel war, den Hennen Auslauf zu ermöglichen und sie gleichzeitig zu schützen. Der Schutz bietet das Dach, für die frische Luft sorgt ein Abschluss des Bereichs mit Maschengitter. So können die Hennen jeden Tag an der frischen Luft scharren, picken und ihr Gefieder im Sandbad reinigen, gutgeschützt vor Wind, Regen und Raubvögeln.


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Hühner sind Buschtiere

Die Vorfahren der Haushühner, die Bankiva-Hühner, stammen aus dem indischindonesischen Raum. Dort leben sie am Rand und auf Lichtungen der tropischen Wälder. Entsprechend lieben Hühner eine vielfältig gestaltete Umgebung mit Verstecken und erhöhten Sitzgelegenheiten zum Schlafen. Die heutigen Stalleinrichtungen und der Aussenklimabereich ermöglichen den Legehennen, ihr natürliches Verhalten auszuleben. Gleichzeitig ist diese Haltung sehr ressourcenschonend. Über 80 Prozent der Hennen können ausserdem auf die Weide. Dort werden sie jedoch leicht die Beute von Raubvögeln und kommen eher in Kontakt mit Parasiten und Krankheitserregern.

In der professionellen Eierproduktion ist Auslauf Pflicht

Der Aussenklimabereich gehört zur besonders tierfreundlichen Stallhaltung BTS, die der Bund seit 1996 mit Tierwohlbeiträgen unterstützt. Für die Herkunftsmarke „Suisse Garantie“ ist Zugang zu einem Aussenklimabereich seit 2020 für alle Legehennen vorgeschrieben, ab 2022 auch für Elterntiere. Alle konventionellen Eierproduzent*innen, die einen der nationalen Ei-Vermarkter beliefern, müssen die Vorgaben von „Suisse Garantie“ erfüllen. In der BTS-Statistik ist der Anteil dennoch nicht 100 Prozent. Denn in der Schweiz gibt es neben 850 Legehennen-Halter mit 500 und mehr Hennen, über 10‘000 Betriebe mit weniger als 500 Hühner. Unter 100 Hennen gibt es keinen BTS-Beiträge und darüber nur, wenn man die Vorgaben erfüllt und die Tiere anmeldet.

GalloSuisse, die Vereinigung der Schweizer Eierproduzenten, vereint gut 500 Betriebe mit Lege- und Aufzuchthennen. Ziel ist, eine Haltung zu fördern, die ihre Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt wahrnimmt. Gemeinsam mit den Sektionen setzt sich GalloSuisse für faire Rahmenbedingungen im Eiermarkt ein und vertritt die Interessen der Produzenten gegenüber Politik und Gesellschaft.

 

Quelle: GalloSuisse
Titelbild: Moonborne – shutterstock.com

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