Kartoffeln: sind sie so gesund wie man sagt?

14.07.2016 |  Von  |  Ernährung
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Kartoffeln: sind sie so gesund wie man sagt?
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Bereits seit vielen Jahrhunderten werden bei uns Kartoffeln gegessen. Sie sind lecker, lassen sich gut kombinieren, und sollen zudem sehr gesund sein. Doch stimmt dies wirklich?

Besonders beliebt sind Kartoffeln, weil sie vielseitig einsetzbar sind. Mal davon abgesehen, dass der Deutschen heiss geliebte Knolle auch noch gesund sein soll! Oder stimmt es gar nicht, was über die Kartoffel immer wieder Positives zu lesen ist?

Kartoffeln stehen auf der Liste der beliebtesten Lebensmittel bei den Deutschen ganz oben. Nahezu jede Mahlzeit wird von der köstlichen Knolle begleitet und die wenigsten würden freiwillig auf die goldgelbe Köstlichkeit verzichten. Die Kartoffel ist nicht nur lecker, sondern auch vielseitig und passt deshalb in Form von Salz-, Pell- oder Bratkartoffeln oder auch als Kartoffelbrei zu fast allen Gerichten. Nicht zu vergessen der Kartoffelsalat, der unter anderem zu Kurzgebratenem eine willkommene und schmackhafte kulinarische Ergänzung ist. Aber ist sie nicht ein Dickmacher, der jede Diät zunichte macht? Essen wir am Ende sogar zu viel vom Ackergold? Die Antwort muss zwar differenziert ausfallen, Fakt ist jedoch: Die Kartoffel ist gesund!

Hoher Vitamin-C-Gehalt

Wer Kartoffeln kocht, der macht sich in der Regel kaum Gedanken darüber, wie viele Vitamine in der Kartoffel stecken. Sie sollen in erster Linie einfach nur schmecken. Doch immer mehr Menschen nutzen auch den Vitamingehalt der Kartoffel für sich. Denn die kleine braune Knolle hat es in sich, steckt doch extrem viel Vitamin C in ihr. Vitamin C ist extrem wichtig für die menschliche Gesundheit und wird beispielsweise für zahlreiche Stoffwechselvorgänge im Körper benötigt.

Fehlt Vitamin C, äussert sich das in Mangelerscheinungen. Die Krankheit Skorbut müssen Sie heute zwar nicht mehr fürchten, allerdings sind viele Erkrankungen auf das Fehlen von Vitamin C zurückzuführen. Das Vitamin C ist bekannt dafür, freie Radikale zu vernichten. Es erstickt so Krankheiten schon im Keim. Der Mensch tut also gut daran, wenn die Kartoffel bei der täglichen Nahrungsaufnahme regelmässig Berücksichtigung findet.

Blausäure

Doch Vorsicht! Kartoffeln dürfen nur in gekochter Form auf den Tisch! Wer sie roh verzehrt, riskiert Magenkrämpfe, Übelkeit und Durchfälle. In der rohen Kartoffel steckt Blausäure – wenngleich nur in geringen Mengen –, die erst durch das Kochen zerstört wird. Wenn Sie die Kartoffel roh verzehren, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Ihnen übel wird. Der geringe Blausäuregehalt sollte Sie aber nicht abschrecken, weiterhin Kartoffeln zu kochen und zu geniessen. Wenn Sie die “Erdäpfel” richtig zubereiten und rund 20 Minuten backen oder kochen lassen, haben Sie keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu befürchten.

Haben Kartoffeln viele Kalorien?

Viele Frauen zögern, Kartoffeln auf den Speiseplan zu setzen, weil sie davon ausgehen, dass die Knollen dick machen. So ganz unrecht haben sie nicht, allerdings muss diese Tatsache etwas differenzierter betrachtet werden. Wenn Sie abends eine grosse Portion Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat verspeisen, zieht das meist eine Gewichtszunahme nach sich. Die Erklärung ist ganz einfach. Kartoffeln gehören zu den Kohlenhydraten und deren Zufuhr am Abend sorgt generell für eine Gewichtszunahme.

Kohlenhydrate sind pure Energie, die wir am Abend jedoch nicht mehr benötigen und deshalb auch nicht verbrauchen. Deshalb setzen die Kalorien aus der Kartoffel (Stärke = Energie) leider an. Werden die Kartoffeln dann noch zusätzlich in Fett gebraten oder der Kartoffelsalat mit Mayonnaise verfeinert, sind das zusätzliche (und unnötige) Kalorien, auch wenn die Kartoffeln dadurch noch besser schmecken. Kein Problem ist es aber, Kartoffeln mit fettarmer Begleitung – zum Beispiel mit Kräuterquark oder Gemüse – mittags zu essen.


Backkartoffeln mit Kräuterquark (Bild: Karen Kaspar – Shutterstock.com)

Backkartoffeln mit Kräuterquark (Bild: Karen Kaspar – Shutterstock.com)


Verschiedene Sorten

Wichtig ist natürlich der Geschmack. Im Handel wird eine grosse Vielfalt an Kartoffelsorten angeboten. Welche Knollenart im Einkaufswagen landet, hängt allerdings nicht nur von den persönlichen Vorlieben ab. Es kommt auch auf das Rezept an, nach dem die Kartoffeln zubereitet werden sollen. Unterschieden werden mehlig kochende Kartoffeln, vorwiegend festkochende und festkochende Sorten.

Mehlig kochende Kartoffeln sind vor allem für die Zubereitung von Suppen und Kartoffelbrei geeignet. Festkochende Sorten gehören in den Kartoffelsalat, da sie beim Kochen nicht zerfallen. Darüber hinaus lassen sie sich im gekochten Zustand besser schneiden. Hinsichtlich des Vitamin-C-Gehaltes gibt es kaum Unterschiede. Sie können also ganz unbedenklich die Kartoffel wählen, die Ihnen persönlich am besten schmeckt.

Wenige Kalorien

Kartoffeln haben insgesamt einen extrem niedrigen Kaloriengehalt. Wer mittags Kartoffeln verzehrt, der kann von der zugeführten Energie profitieren. Kartoffeln sättigen nachhaltig – Heisshungerattacken werden seltener ausgelöst. Kein Wunder, haben 100 Gramm Kartoffeln doch weniger als 100 Kalorien, sodass Sie Kartoffeln auch während einer Diät nicht vom Speiseplan streichen müssen. Kohlenhydrate am Abend sollten Sie allerdings besser vermeiden, da sie die Fettverbrennung eher negativ beeinflussen. Da gilt es nicht nur auf Kartoffeln, sondern auch auf Nudeln, Reis oder Brot zu verzichten.



Kartoffeln sind gut für den Blutdruck

Ein weiteres wichtiges Kriterium für den Verzehr von Kartoffeln ist deren blutdrucksenkende Wirkung. Dieser Effekt wurde allerdings nur bei der sogenannten “blauen Kartoffel” nachgewiesen, deren Verzehr insbesondere für Menschen mit Bluthochdruck besonders zu empfehlen ist. Alle anderen handelsüblichen Kartoffeln können sich ebenfalls positiv auf den Blutdruck auswirken, denn die Ackerpflanzen gelten als sogenannte „Seelentröster“. Kartoffelbrei hat eine ähnliche Wirkung wie ein köstlicher Pudding. Beide sorgen für Entspannung und ein wunderbares Wohlgefühl – und dieser positive Effekt kommt dann ganz nebenbei auch dem Blutdruck zugute.

 

Artikel von: gourmetnews.ch-Redaktion
Artikelbild: © Wiktory – Shutterstock.com



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