Kostenpflichtige Tests belasten Gastgewerbe zusätzlich

Der Bundesrat hat heute beschlossen, dass Corona-Tests ab 11. Oktober etwas kosten. GastroSuisse bedauert diesen Entscheid.

Vielen Menschen bleibt damit der Zugang zur Gastronomie verwehrt. Zudem verschärft dies die Situation im Gastgewerbe, da viele Betriebe wegen der Zertifikatspflicht bereits jetzt weniger Gäste und deutliche Umsatzrückgänge haben.

Rund 20 Prozent beträgt der Umsatzrückgang im Gastgewerbe seit der Einführung der Zertifikatspflicht, wie erste Ergebnisse einer Studie von Monitoring Consumption Switzerland der HSG zu Kreditkartentransaktionen in den Food Service-Branchen zeigen. In ländlichen Gebieten sanken die Umsätze sogar noch stärker. „Wir erhalten laufend Zuschriften von konsternierten Mitgliedern, die wegen der Zertifikatspflicht Stornierungen erhalten und deren Umsätze seither eingebrochen sind“, sagt Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse.

Dass die Corona-Tests ab 11. Oktober etwas kosten, wie der Bundesrat heute beschlossen hat, verschärft die Situation im Gastgewerbe zusätzlich. „Viele Bankette, Gruppenessen und andere Anlässe werden dadurch erste recht abgesagt“, so Platzer. Das zeigen die vielen Rückmeldungen, die GastroSuisse von Mitgliedern und Gästen erhält. Niemand wird sich dafür extra testen lassen. „Schon gar nicht, wenn der Test etwas kostet“, sagt Platzer. Erschwerend kommt hinzu, dass es draussen wieder kälter wird und die Aussenbereiche immer weniger genutzt werden können.

Die zusätzlichen massiven Umsatzrückgänge sind zu entschädigen. Das haben die Präsidentinnen und Präsidenten der 26 Kantonalverbände von GastroSuisse bereits an ihrer Konferenz Ende September gefordert. Mit dem heutigen Entscheid muss dieser Forderung erst recht Rechnung getragen werden. Ebenso muss der Bund ein Ausstiegsszenario festlegen. Das Gastgewerbe braucht Planungssicherheit und die Schweiz muss zur Normalität zurückfinden.

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Die Organisation mit dem Gründungsjahr 1891 setzt sich für die Interessen der Branche ein. GastroSuisse ist der grösste gastgewerbliche Arbeitgeberverband mit gegen 20’000 Mitgliederbetrieben (davon rund 2500 Hotels), organisiert in 26 Kantonalverbänden und vier Fachgruppen.

 

Quelle: GastroSuisse
Titelbild: ArtEvent ET – shutterstock.com

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Kommentare: 1

Eidgenosse
01.10.2021 15:39
Dieser Artikel erstaunt nun schon auf irgend einer Art... hiess es nicht in der Woche zuvor, wie sehr gerade die Gastronomie von dieser Apartheid Beteiligung im Übermass davon profitiere? Sogar mehr als davor! Und selbst im ländlichen die Mehrheit der Gastronomen, dieses Apartheid System, nun sehr Begrüsse...?! Kann man übrigens alles nachlesen ... ;-)

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