Schweizer Milchproduzenten: Verbannung von Palmfett aus dem Milchviehfutter

19.01.2018 |  Von  |  News, Produkte
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Schweizer Milchproduzenten: Verbannung von Palmfett aus dem Milchviehfutter
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Die Organisation der Schweizer Milchproduzenten SMP engagierte sich 2017 sehr klar für die Verbannung von Palmfett aus dem Milchviehfutter. Die führenden Futtermittelhersteller und der VSF bekannten sich umgehend zum Anliegen und haben angekündet, auf Ende 2017 Palmfett und Palmöl in der Futtermittelproduktion für das Milchvieh nicht mehr zu verwenden. Auf Rückfrage der SMP kann dies heute grösstenteils bestätigt werden. Der Milchproduzent hat aber weiterhin die Verantwortung, die eingesetzten Futtermittel genau zu prüfen.

Die Deklaration der Fettart im Milchviehfutter ist gesetzlich zwingend. Somit besteht punkto Deklaration Transparenz. Geprüft wird auch, Palmfett auf die „schwarze Liste“ von Suisse Garantie zu nehmen.

Für das Grasland Schweiz wird die klare Differenzierung gegenüber dem Ausland zunehmend wichtig, um die Mehrpreise zu rechtfertigen. Der Einsatz von Palmöl kann dabei nicht erklärt werden, belastet das Image und hat in der Schweizer Milchproduktion nichts mehr zu suchen.

Der Einsatz hat sich gelohnt

Die Futtermittelhersteller haben auf Anfrage der SMP sehr rasch erklärt, Palmfett und Palmöl aus der Produktion zu nehmen. Da einige Kontrakte noch liefen, brauchte die Umsetzung ein wenig Zeit. Die SMP hat sich nun aber darum bemüht zu kontrollieren, ob die gute Absicht auch umgesetzt worden sei. Auf Anfrage anfangs Januar 2018 erklärten die führenden Futtermittelhersteller erfreulicherweise, dass sämtliches Palmfett mit Rapsfett ersetzt worden ist. Auch die Vereinigung der Schweizer Futtermittelfabrikanten VSF hat ihren Mitgliedern deutlich empfohlen, Palmfett nicht mehr einzusetzen. Allerdings hat der VSF keine Befehlsgewalt, sagt aber, dass die Forderung wohl flächendeckend umgesetzt worden sei.

In der Produktion weiter achtsam sein!

Palmfett ist in der Schweiz nicht verboten. Das soll es auch nicht sein. Das heisst, wenn Futtermittel im Ausland gekauft werden, liegt es in der Verantwortung der Produzenten, die Deklarationen sehr genau zu studieren und bei den Herstellern und Lieferanten im Zweifelsfall nachzufragen. Es ist unabdingbar, dass in der Schweiz kein Palmfett mehr eingesetzt wird. Nur so können wir den Konsumenten überzeugen, dass er mit Schweizer Milch und Milchprodukten einen Mehrwert kauft.

 

Quelle: Schweizer Milchproduzenten
Artikelbild: Symbolbild © Ssnowball – shutterstock.com

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