Smoothies – gesunder oder ungesunder Trend?

02.11.2017 |  Von  |  Ernährung, Essen & Trinken
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Heutzutage greifen immer mehr Menschen zum Smoothie. Es ist das gesunde Getränk schlechthin und viele verbinden damit Vitamine, Fitness und Diät. Diejenigen, die keine Zeit für die eigene Zubereitung haben, weichen gern auf Alternativen aus dem Supermarkt aus.

Diese Fertigprodukte sind aber nicht gerade günstig und summieren sich nach der Zeit auf. Aber lohnt es sich, für Smoothies tiefer in die Tasche zu greifen bzw. sich die Zeit zu nehmen, um sie herzustellen?


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In diesem Artikel möchten wir dir zeigen, warum nicht alle Smoothies gesund sind, worauf du achten solltest, um die Vorteile von Smoothies auszunutzen und mit ihnen sogar abzunehmen.

Obst als Hauptzutat von Smoothies

Die Grundlage für Smoothies bildet Obst. Dabei werden die verschiedenen Früchte gewaschen, geschält, zerkleinert und im Mixer zu einer dickflüssigen Masse verarbeitet. Es ist also ganz einfach, einen Smoothie herzustellen und dem Trend zu folgen.

Von klein auf wird uns beigebracht, dass wir jeden Tag genug Obst essen müssen. Von Gesundheits- und Ernährungsexperten wird dabei empfohlen, täglich fünf Hände voll Obst zu sich zu nehmen. Früchte enthalten nämlich wichtige Vitamine, die der Körper braucht, um einwandfrei zu funktionieren.

Viel weniger Menschen nehmen sich allerdings die Zeit, um Obst zu essen und machen es sich leicht, indem sie im Supermarkt um die Ecke schnell einen Smoothie kaufen und beruhigen damit ihr schlechtes Gewissen. Sie verlassen sich dabei auf die Versprechen der Hersteller, die angeblich „nur die besten Zutaten“ verarbeiten.

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Sind Smoothies genauso gesund wie Obst?

Was während der Verarbeitung von Obst mit den Nährstoffen passiert, wissen viele Smoothie-Fans nicht. Es gibt dabei erhebliche Unterschiede zwischen Fertigprodukten und selbstgemachten Smoothies.

Bei der Herstellung von abgepackten Smoothies durchläuft das Obst viele Schritte. Es wird unter anderem gewaschen, geschält und gepresst. Um länger haltbar zu sein, wird es zudem hitzebehandelt, in Fachsprache pasteurisiert. Diese mehrfache Erhitzung führt dazu, dass Inhaltsstoffe geschädigt werden bzw. verloren gehen. Dazu gehören Ballaststoffe, hitzeempfindliche Vitamine sowie die nahrhaften Stoffe, die in der Schale enthalten sind.

Ausserdem wird für die Massenherstellung nicht nur Fruchtpüree verwendet, sondern auch andere Zutaten hinzugefügt, wie beispielsweise Kokosnusspulver oder Apfelpektin, die den Smoothies die gewünschte Cremigkeit verleihen. Um Kosten zu sparen, greift man in der Produktion gern auf vergleichsweise billiges Obst zurück, wie Bananen und Äpfel.

Bei der Homemade-Version sieht das alles ein bisschen besser aus. Zwar durchläuft das Obst ebenfalls mehrere Schritte, bis es in der Form eines Smoothies verzehrt werden kann, aber in der Regel verzichtet man hier auf die Erhitzung. Das ist auch gar nicht nötig, da die Smoothies meist sofort oder spätestens zwei Tage später getrunken werden.

Trotzdem gehen bei der Zubereitung zu Hause Inhaltsstoffe verloren, was dem Mixvorgang zu schulden ist.

Was passiert beim Mixvorgang mit den Ballaststoffen?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen löslichen und unlöslichen Ballaststoffen. Lösliche sind zum Beispiel Pektine, also das, was beispielsweise Marmelade zusammenhält. Zu den unlöslichen gehört unter anderem Zellulose, also das Zähe, Klebrige in Sellerie. Früchte haben in der Regel beide Arten.

Wenn du die Frucht als Ganzes isst, zum Beispiel eine Orange, Birne oder sogar eine Weintraube, dann bilden die löslichen und unlöslichen Ballaststoffe gemeinsam ein Gel im Inneren deines Darms. Dieses Gel ist eine Art Schutzschicht, die die frühe Aufnahme in den Körper verhindert.

Stattdessen bewegt sich das Obst schneller durch deinen Darm nach unten, wo sich die Bakterien befinden, die es anschliessend zersetzen. Wenn du also eine ganze Frucht isst, fütterst du sozusagen deine Bakterien, was wiederum gut für deine Leber ist.

Wenn du die Frucht stattdessen im Standmixer verarbeitest, zerreisst dieser die unlöslichen Ballaststoffe in viele kleine Fetzen und das Gel im Darm wird nicht gebildet. Du kannst dann lediglich noch von den löslichen Ballaststoffen profitieren, da das Obst schneller durch den Darm gleitet und das Sättigungsgefühl schneller eintritt.

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Kann ich mit Smoothies abnehmen?

Im Hinblick auf die Kalorien, die in einem Smoothie stecken, sind diese keine Getränke mehr, sondern richtige Mahlzeiten. Sie machen nämlich ganz schön satt. Deshalb nutzen immer mehr Menschen Smoothies als Alternative zu einer Mahlzeit, und hoffen, dass sie dadurch abnehmen.

Auch wenn Smoothies hauptsächlich aus Obst bestehen und Obst allseits als gesundes Lebensmittel gilt, kannst du dich nicht blind darauf verlassen. Früchte enthalten neben gesundheitsfördernden Vitaminen und Ballaststoffen nämlich auch viel Fructose.

Zwar ist dieser Fruchtzucker deutlich gesünder als „normaler“ Zucker, aber er kann in zu grossen Mengen negative Effekte bringen, wie beispielsweise eine Fettleber, Müdigkeit oder sogar Diabetes. Darüber hinaus kann Fructose im Übermass dick machen. Also genau das, was du nicht möchtest.

Welche Smoothies eignen sich am besten für Diäten?

Grundsätzlich kann man jedes Obst und jedes Gemüse für die Zubereitung von Smoothies verwenden. Allerdings helfen dir nicht alle dabei, abzunehmen. Es gibt einige Arten, die sich für eine Diät eignen und andere, die genau das Gegenteil bewirken.

Einige der Obstsorten, die dir bei der Gewichtsabnahme helfen können, sind unter anderem Beeren, Äpfel, Zitrusfrüchte und Birnen. Du solltest dabei ausschliesslich frisches Obst verwenden und keinesfalls Dosenobst, da dies in der Regel in Zuckerwasser eingelegt ist.

Worauf du auf jeden Fall verzichten solltest, ist die Zugabe von Pflanzenmilch, da diese sehr kalorienreich ist. Dazu gehören Mandelmilch, Kokosmilch sowie Hafer- und Sojamilch. Süssungsmittel wie Sirup oder Honig gehören schon gar nicht in deinen gesunden Smoothie!

Immer beliebter werden die sogenannten „grünen Smoothies“. Dabei handelt es sich um Smoothies, die neben Obst unter anderem auch (grünes) Blattgemüse enthalten. Dafür eignen sich verschiedene Salatsorten wie Eichblatt-, Feld- oder Pflücksalat oder auch Babyspinat.

Andere empfehlenswerte Zutaten sind Gurken, Brokkoli-Sprossen und Fenchelknollen, sowie Ingwer und rote Beete.

Zusammengefasst: Bei richtiger Dosierung und Zutaten sind Smoothies gesund

Wenn man alle genannten Aspekte betrachtet, kann man behaupten, dass Smoothies grundsätzlich gesund sind, da die Hauptzutat Obst viele wichtige Nährstoffe enthält, die der Körper benötigt.

Trotzdem sollte man Smoothies mit Vorsicht geniessen: wie bei allen anderen Lebensmitteln auch sind Smoothies in Massen gesund. Bei Übertreibung können Smoothies eher eine negative Wirkung auf den Organismus ausüben. Ausserdem spielen die anderen Zutaten wie beispielsweise Milch oder Joghurt ebenfalls eine Rolle.

Es ist generell empfehlenswert, Smoothies nicht abgepackt zu kaufen, sondern zu Hause selbst zuzubereiten. Du solltest dabei vor allem darauf achten, was du in deinen Smoothie steckst.

 

Artikelbild: Somkiat Insawa – shutterstock.com

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