Zuckerersatz – Die gesünderen Alternativen

09.09.2019 |  Von  |  Ernährung, Essen & Trinken
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Zucker ist ungesund! Diese Erkenntnis ist nicht neu. Trotzdem fällt es vielen Menschen schwer die Ernährung dementsprechend umzustellen.

Warum aber ist der Körper so angetan von dem gefährlichen Süssstoff? Was ist an Zucker so gesundheitsschädlich und welche gesünderen Alternativen gibt es? Diesen Fragen widmet sich dieser Beitrag.


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Was löst Zucker im menschlichen Körper aus?

Wenn man ihn gewohnt ist, ist es nicht einfach, Zucker zu reduzieren. Das liegt vor allem daran, dass dieser Süssstoff einen Sucht ähnlichen Effekt auf den Körper hat. Die Einnahme von Zucker löst schon nach sehr kurzer Zeit eine erhöhte Produktion des Botenstoffs Insulin aus. Dieses Hormon lässt den Energiespiegel steigen – man fühlt sich lebendiger, glücklicher und konzentrierter.

Auch wenn dieses Gefühl nicht lange anhält, versucht der Körper es trotzdem so oft es geht zu reproduzieren und verlangt dafür nach Zucker – ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer entkommen kann.

Tatsächlich benötigt der menschliche Körper den Zuckerbestandteil Glukose für Gehirn, Muskeln und Organe. Der Energielieferant ist zum Atmen, Bewegen, Lachen und Denken unabdingbar. Allerdings ist der Körper dazu in der Lage, den natürlichen Zucker, welchen er dazu benötigt, aus Früchten, Gemüse und Getreide zu gewinnen.

Wieso ist Zucker so ungesund?

Künstlicher, industriell hergestellter Zucker, wie wir ihn kennen, besteht aus leeren Kohlenhydraten. Diese finden sich nicht nur in Reinform in dem weissen Zuckerpulver, sondern mittlerweile in fast allen, verarbeiteten Lebensmitteln, wie Pasta, Brot, Kaffee, Säften, Pizza und – natürlich – Süssigkeiten.

Versteckt und meistens ohne es bewusst zu merken, konsumieren wir also über den Tag hinweg grosse Mengen an Zucker. Wir fügen unserem Körper vermehrt Kalorien zu. Das wiederum erhöht das Risiko an Krankheiten, wie Diabetes, Bluthochdruck, und Fettsucht (Adipositas) zu erkranken, enorm. Auch für die Zähne bedeutet Zucker eine Herausforderung und kann im schlimmsten Fall zu Karies führen.

Welche Zuckeralternativen gibt es?

Mittlerweile gibt es viele, gesündere Alternativen für den Zuckerersatz. Produkte wie Stevia, Erythrit und Xylit werden immer bekannter und finden sich nicht mehr nur in Diätprodukten, sondern kommen zunehmend beim alltäglichen Kochen und Backen zum Einsatz.


Süssstoff ist nicht die einzige Alternative für Zucker, auch pflanzliche Süßungsmittel können dir helfen deinen Zuckerkonsum einzuschränken. Bild: Eskymaks – shutterstock.com


Wenn man den gefährlichen Süssstoff einsparen möchte, gibt es mehrere Zuckeralternativen, zwischen denen man wählen kann. Sie weisen unterschiedliche Vor- und Nachteile auf. Bei der grossen Auswahl an gesunden Zucker-Ersatzprodukten kann man schnell den Überblick verlieren. Generell kann man sie aber in diese drei Gruppen unterteilen:

1. Zuckeralkohole

Xylit (Xucker) und Erythrit gehören zu den natürlich vorkommenden Zuckeralkoholen. Als gesündere Alternative zum konventionellen Zucker enthalten sie weniger Kalorien und wirken sich nicht so stark auf den Blutzuckerspiegel aus. Da sie die Bildung von Karies sogar hemmen, erfreuen sie sich auch in der Zahnmedizin an wachsender Beliebtheit.

Erythrit gibt es in Form von Kristallen oder Sticks. Diese können heutzutage ganz einfach über das Internet bestellt werden und sind bei diversen Herstellern in unterschiedlichen Mengen erhältlich.

2. Pflanzliche Süssstoffe

Pflanzliche Süssstoffe, wie Stevia, haben ebenfalls den Vorteil, dass sie sich nicht auf den Blutzucker- und Insulinspiegel auswirken. Stevia verfügt ausserdem über eine circa 300 mal höhere Süsskraft als herkömmlicher Zucker. Um das gleiche Ergebnis zu erzielen, sind also kleinste Mengen des feinen, weissen Pulvers in der Verarbeitung ausreichend – ist das nicht toll?

Eine weitere pflanzliche Alternative, ist der Kokosblütenzucker. Dieser gesunde, noch relativ unbekannte Zuckerersatz hat die Besonderheit, dass er ausserdem über wertvolle Mineralien und Vitamine verfügt.

3. Synthetische Süssstoffe

Saccharin und Aspartam gehören zu der Gruppe der synthetischen Süssstoffe. Die Besonderheit hier: Sie enthalten keine Kalorien und sind damit ein beliebter Zuckerersatz bei Diät-Produkten wie Coca-Cola Zero. Allerdings spalten sich hier die Gemüter.

In den letzten Jahren wurden immer mehr Stimmen laut, dass synthetische Süssstoffe zu Stoffwechselkrankheiten führen und auch andere gesundheitsbedenkliche Folgen haben könnten. Studien haben dies allerdings noch nicht belegt. Seien Sie trotzdem vorsichtig und verzehren Sie Produkte mit synthetischen Süssstoffen, wie Saccharin, nicht übermässig.

Tipps & Tricks, um den Zuckerkonsum zu reduzieren

Sollte der Heisshunger auf etwas Süsses doch mal überhand nehmen, gibt es gesunde Snack-Alternativen, wie leckere Trockenfrüchte und Nüsse. Diese werden Ihnen helfen, den Körper mit ausreichend Energie zu versorgen.

Eine Prise Salz auf die süssen Speisen kann Wunder bewirken! Dieser dient als Geschmacksverstärker und unterstreicht zum Beispiel die natürliche Süsse von Obst. Probieren Sie es aus!



Agavendicksaft und Honig haben ähnlich viele Kalorien wie Zucker und lassen auch den Blutzuckerspiegel gefährlich in die Höhe steigen. Vielleicht versuchen Sie Ihr Müsli das nächste Mal mit Reissirup zu verfeinern, einer etwas unbekannteren aber gesünderen Alternative. Reissirup enthält weniger Fruchtzucker als andere Sirup-Sorten – schmeckt aber genauso lecker!

Fazit

Der Markt für Zuckerersatz-Produkte wächst immer weiter und es gibt mittlerweile viele, gesündere Alternativen zum Zuckerersatz. Es sollte trotzdem klar sein, dass es immer noch am Besten ist, auf Süssstoffe zu verzichten, oder diese zumindest zu reduzieren. Dabei ist es besonders wichtig, sich den versteckten Zucker in Lebensmitteln erst einmal bewusst zu machen.

Lesen Sie doch einfach mal das Etikett Ihrer Lieblings-Tomatensosse, oder des Fruchtjoghurts, den Sie immer zum Frühstück verspeisen. Sie werden staunen, wie viel Zucker Sie unbewusst zu sich nehmen.

 

Titelbild: Cat Box – shutterstock.com


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