Ein kleines Honig 1×1 – unterschiedliche Sorten im Überblick

06.07.2019 |  Von  |  Ernährung, Essen & Trinken
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Jetzt bewerten!

Für Viele gehört Honig auf dem Frühstückstisch einfach dazu. Doch Honig ist nicht gleich Honig. Es gibt so viele verschiedene Sorten, die nicht nur aus unterschiedlichen Regionen der Welt stammen. 

Sie zeichnen sich oft auch durch ganz besondere Geschmacksnoten und Färbungen aus. Einige von ihnen sollen sogar einen gesundheitlichen Nutzen für den menschlichen Körper haben.


IHR RESTAURANT eintragen beim Gourmetführer der Schweiz!

Blütenhonig

Blütenhonig ist wohl der bekannteste Honig hierzulande. Bienen produzieren diesen Honig aus den Pollen und dem Nektar von Pflanzenblüten. Insofern lässt sich anhand der Bezeichnung „Blütenhonig“ nicht erkennen, um welche Blüten es sich handelt.

Waldhonig

Der würzig, aromatische Waldhonig wird von vielen geliebt. Die Besonderheit des dunkelbraunen Honigs ist, dass die Bienen ihn aus den Ausscheidungen von Kleinstinsekten und Blattläusen herstellen. Jene Insekten hinterlassen nämlich sogenannten Honigtau. Einen Zuckersaft, der sich vorwiegend in Fichtenwäldern finden lässt.

Akazienhonig

Beim Akazienhonig muss immer zwischen dem „Echten“ und dem „Falschen“ unterschieden werden. Echter Akazienhonig stammt aus den südlichen Ländern dieser Erde, die über ein subtropisches Klima haben. In Afrika, Australien und in südeuropäischen Ländern wachsen die Akazienbäume, aus denen ein besonders milder und klarer Honig gewonnen wird. Er eignet sich besonders zum Süssen von Süssspeisen und Tees.


Honigsorten haben ihren ganz individuellen Geschmack, der sich für veschiedene Einsatzbereiche eignet und unterschiedlich mit anderen Aromen kombinieren lässt. (Bild: Africa Studio – shutterstock.com)


Falscher Akazienhonig stammt hingegen meist aus Deutschland oder anderen nordeuropäischen Ländern. Das kommt daher, dass auch der Honig von Robinien als Akazienhonig bezeichnet werden darf – biologisch ist dies jedoch nicht richtig.

Alpenrosenhonig

Der gelborange Alpenrosenhonig zeichnet sich durch einen sehr milden Geschmack aus. Mit der Zeit kann der Honig kandieren und erhält somit eine knallig-gelbe Farbe. Von Bienen gesammelt und produziert wird der Alpenrosenhonig – wie könnte es anders sein – vor allem in den Alpenregionen.

Bergblütenhonig

Der dunkle Bergblütenhonig zeichnet sich durch ein kräftiges Aroma aus. Er stammt vor allem von wilden Bergblumen, die in den alpinen Bergregionen wachsen.

Edelkastanienhonig

Im Edelkastanienhonig ist neben dem Nektar der Edelkastanienblüten auch der Honigtau enthalten. Erkennen lässt er sich an seiner hellbraunen Farbe und seinem leicht bitterem, würzig-herbem Geschmack.

Eukalyptushonig

Der Eukalyptushonig schmeckt nicht nur würzig, sondern auch malzig und hat einen sehr intensiven Geruch. In flüssiger Form ist er meist bernsteinfarben oder leicht braun. Allerdings nimmt er schnell eine matt-gelbe bis braun-malzige Farbe an, wenn er fest wird. Erzeugt wird der spezielle Honig beispielsweise auf der Insel Sardinien.

Heidehonig

Der Heidehonig zeichnet sich durch seine goldbraune Farbe aus, die leicht rötlich schimmert. Der Nektar, aus dem der leicht zähe Honig gewonnen wird, stammt vorwiegend von der Besenheide und der Erikapflanze. Da der Heidehonig in seiner Ursprungsform geleeartig ist, darf er einen leicht höheren Wasseranteil als andere Honigsorten enthalten. Das tut seinem herben, würzigem Geschmack jedoch keinen Abbruch.

Kleeblütenhonig

Kleeblütenhonig kristallisiert sehr schnell und zeichnet sich daher durch eine weisse bis beige Farbe und eine leicht cremige Konsistenz aus. Geschmacklich ist der Honig, der aus den Kleeblüten gewonnen wird, eher mild und süss.

Manuka Honig

Manuka Honig ist ein ganz besonderer Honig. Er wird bereits seit Jahrhunderten als medizinisches Heilprodukt und nur selten als Nahrungsmittel eingesetzt. Der Honig stammt in der Regel aus Neuseeland und enthält Stoffe, die in der Lage sein sollen, Pilze, Viren und Bakterien zu bekämpfen.



Der spezielle Honig wird von den neuseeländischen Bienen einzig aus der dort beheimateten Südseemyrte (Manuka) gewonnen. Die medizinische Wirkung soll allerdings nicht nur auf die Inhaltsstoffe der Pflanze, sondern auch auf die spezielle Weiterverarbeitung, die durch die Bienen stattfindet, zurückgehen.

Lavendelhonig

Lavendelhonig wird aus der Lavendelblüte gewonnen und hat einen blumigen Geschmack. Auch sein Duft ist sehr einprägsam. Anfangs, wenn der Honig noch flüssig ist, schimmert er goldgelb. Später dann bildet er feine Zuckerflocken und wird cremig. Produziert wird der Lavendelhonig insbesondere in Südfrankreich.

Lindenblütenhonig

Lindenblütenhonig wird von den Bienen aus dem Nektar der Lindenblüten gewonnen. Er zeichnet sich durch eine helle, fast weisse Farbe aus und schmeckt eher süsslich.

Lindenhonig

Lindenhonig besteht nicht nur aus dem Nektar der Lindenblüten. Er enthält häufig auch einen Teil Honigtau. Da dieser spezielle Honig auch ätherische Öle des Lindenbaums enthält, werden ihm oft heilende Eigenschaften nachgesagt. Geschmacklich besitzt der Lindenhonig eine fruchtige Basis, die mit einer Prise Menthol ergänzt wird.

Löwenzahnhonig

Da Löwenzahn bereits im Frühjahr blüht, ist er für die Entwicklung der Bienen essenziell. Der gewonnene Honig zeichnet sich durch einen aromatischen Geschmack aus. Anfänglich hat er eine hellgelbe Farbe. Im späteren Verlauf, wenn er kristallisiert, schmückt ihn ein kräftiges Gelb.

Pinienhonig

Pinienhonig zählt zu den Waldhonigen und zeichnet sich daher durch eine kräftige, dunkle Farbe aus. Neben dem Honigtau sind hier meist auch Nektaranteile vorhanden und ergeben so einen würzigen Geschmack.

Rapshonig

Rapshonig oder auch Rapsblütenhonig ist in den deutschsprachigen Ländern weit verbreitet. Auch, weil er ein heimisches Produkt ist. Besonders beliebt ist er aufgrund seiner milden Süsse bei Kindern.

Sommerblütenhonig

Zum Sommerblutenhonig zählen all jene Honige, die aus dem Nektar verschiedenster Sommerblumen und Beerenblüten hergestellt worden sind. Gemeint sind damit unter anderem die Blüten der Himbeere und Brombeere sowie dem Weissklee. Hergestellt wird der Sommerblütenhonig zwischen Juni und September. Aufgrund der verschiedenen Nektare, die zum Einsatz kommen, kann der Honig farblich dunkelgelb bis hellbraun sein. Geschmacklich ist es allerdings immer aromatisch und süss.

Sonnenblumenhonig

Der hellgelbe bis orangegelbe Sonnenblumenhonig, wird aus dem Nektar der Sonnenblume gewonnen. Er hat eine cremige Konsistenz und einen milden Geschmack.

Weisstannenhonig

Weisstannenhonig ist ein äusserst seltener Honig, da sich seine Gewinnung schwierig darstellt. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er sehr lange flüssig bleibt und somit seinen intensiven, kräftig-würzigen Geschmack beibehält. Seine Färbung kann von Edelbraun über Rötlich bis hin zu leicht Grünlich reichen.

Wildblütenhonig

Wildblütenhonig ist ein Produkt, das aus dem Nektar von Wildblüten gewonnen wird. Die genaue Zusammensetzung des Honigs lässt sich allerdings nicht bestimmen, da die Bienen verschiedene Blumen anfliegen. Da die Bienen für die Produktion von Wildblütenhonig in einem geschützten Gebiet mit einer grossen Auswahl an Wildblumen leben müssen, stammt er vor allem aus den Alpenregionen, dem Osten und dem Mittelgebirge.

 

Titelbild: Sofiaworld – shutterstock.com


Ihr Kommentar zu:

Ein kleines Honig 1×1 – unterschiedliche Sorten im Überblick

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.