Fruchtsäfte selber machen: eine gesunde Abkühlung für den heissen Sommer

07.07.2019 |  Von  |  Allgemein, Essen & Trinken
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Obst ist gesund und schmeckt lecker. Ernährungsexperten raten daher, täglich fünf Portionen frisches Obst oder Gemüse zu sich zu nehmen, denn die darin enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe tragen dazu bei, das Immunsystem zu stärken und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Ausserdem hat Obst und Gemüse den Vorteil, dass es wenig Kalorien hat und sich auch im Rahmen eines Diätplanes gut in die Ernährung mit einbauen lässt.

Doch nicht immer ist diese Empfehlung auch einzuhalten, daher greifen Viele zu Fruchtsäften aus dem Handel, in der Annahme, sich etwas Gutes zu tun. Sieht man aber einmal genauer hin, so finden sich in den industriell hergestellten Säften eine Vielzahl an künstlichen Aromen, Konservierungsstoffen Geschmacksverstärkern und jede Menge Zucker. Im Fachchinesisch der Welt der Säfte findet man sich kaum mehr zurecht, denn Saft ist nicht gleich Saft. So besteht ein grosser Unterschied zwischen Begriffen wie Direktsaft, Fruchtsaft, Nektar oder Saftkonzentrat. Besser ist es daher, sich seinen Fruchtsaft selbst zu pressen.


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Erfrischende Fruchtsäfte selbst pressen – Ideal für heisse Sommertage

In den Sommermonaten ist es wichtig, viel zu trinken. Doch nicht immer ist nur Wasser der beste Durstlöscher, da es die beim Schwitzen verlorenen Mineralstoffe und Spurenelemente nur bedingt wieder auffüllen kann. Mit einem Fruchtsaft aus frisch gepresstem Obst, Beeren oder Kräutern wird der Mineralhaushalt wieder ausgeglichen und der Durst auf schmackhafte Art und Weise gelöscht.

Tipp: Genauso wie Obst eignet sich natürlich auch jegliches Gemüse zum Auspressen. Ideal für heisse Tage, denn das ist Essen und Trinken zugleich.

Welches Obst ist geeignet?

Im Grunde lässt sich aus jeder Frucht ein köstlicher Saft herstellen. Glücklich, wer einen eigenen Garten mit Obstbäumen oder Beerensträuchern besitzt. Frischer Saft aus eigenem Anbau ist nicht nur gesund sondern auch noch kostengünstig. Doch auch auf dem Wochenmarkt, beim örtlichen Bio-Bauern oder im gut sortierten Supermarkt findet man eine grosse Auswahl an qualitativ hochwertigen Obstsorten, die sich prima für die Zubereitung eines erfrischenden Fruchtsaftes eignen.


Obst liegt auf einem Serviertablett neben vier Gläsern voller unterschiedlicher Fruchtsäfte.

Bei der Obstauswahl gibt es keine Beschränkungen. Hier ist die Frage des Lieblinsgobstes im Vordergrund. (Bild: New Africa – shutterstock.com)


Orangen, Äpfel & Co – Diese Säfte kommen immer gut an

Besonders beliebt bei Gross und Klein sind Säfte aus Zitrusfrüchten, wie Orangen, Zitronen, Grapefruit oder Limetten. Ist die Mischung zu sauer, kann man, hier durch Beigabe von Trauben oder Beeren für eine angenehme Süsse sorgen. Auch frisch gepresster Apfelsaft gehört zu den Favoriten.

Sehr schmackhaft und bekömmlich ist ein selbstgemachter Multivitaminsaft aus saisonalen Früchten, der an heissen Tagen auch prima als Saftschorle getrunken werden kann, indem man ihn mit etwas kühlen Mineralwasser auffüllt. Für Sommerlaune pur sorgen exotische Früchte, wie Ananas, Mango oder Melone. Im Grunde sind bei der Auswahl der Früchte der Phantasie und der Kreativität keine Grenzen gesetzt, denn eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind äusserst gesund und sorgen für den ultimativen Frische Kick.

Fruchtsäfte selbst pressen – So gelingt es

Die einfachste Methode einen leckeren Fruchtsaft selbst zu zaubern, ist die durch Kaltensaften, beispielsweise mittels einer klassischen Zitruspresse. Das simpelste Gerät, eine mechanische Saftpresse, findet sich in nahezu jedem Küchenschrank. Diese Presse gibt es im Handel auch als elektrische Variante. Allerdings haben diese Pressen den Nachteil, dass sie auch nur, wie der Name schon sagt, bei Zitrusfrüchten Anwendung finden. Kompaktes Obst, Trauben, Pflaumen oder Beeren können nur mittels Zentrifugalkraft entsaftet werden. Hierzu dient ein Pürierstab oder aber ein Entsafter.

Frischen Fruchtsaft mit dem Entsafter herstellen

Mit einem Entsafter lassen sich alle Obstsorten, sowie Gemüse oder auch Kräuter mühelos pressen. Der Vorteil: Man braucht die Zutaten nur grob schneiden, alles andere Erledigt das Gerät. So werden auch unbrauchbare oder ungeniessbare Teile der Früchte, wie Schalen, Stiele oder Kerne vom Fruchtfleisch separiert. Was dann herauskommt ist zu 100% reiner Fruchtsaft. Ist die Konsistenz zu dick, kann dies leicht mit etwas Mineralwasser wieder ausgeglichen werden. Angedickt oder zu einem leckeren Dessert verfeinert werden kann der Saft auch mit Jogurt oder Milch mit Haferflocken. Am meisten verbreitet ist der Zentrifugalentsafter.

Neben der Methode des Kaltensaftens, besteht auch die Möglichkeit des Dampfentsaftens. Die hierfür verwendeten Dampfentsafter sehen optisch aus wie einige aufgestapelte Kochtöpfe mit einem Ablauflaufschlauch. Diese Geräte gewinnen den Saft mittels aufsteigendem Dampf. Ein guter Anwendungsbereich für Äpfel oder Birnen.



Wie lange hält der Saft frisch?

Am besten trinkt man den frischen Fruchtsaft direkt gleich nach dem Auspressen. Bei heissen Temperaturen kann er natürlich auch erst ein bis zwei Stunden im Kühlschrank auskühlen, bevor er genossen wird. Spätestens am nächsten Tag sollte der Saft allerdings getrunken werden, um eine Gärung zu vermeiden.

Frisch gepressten Saft haltbar machen – geht das?

Tatsächlich gibt es die Methode, den frisch ausgepressten Saft zu konservieren, so dass er ungeöffnet für mehrere Tage oder gar Wochen haltbar gemacht wird. Hierzu muss der Saft pasteurisiert werden. Hierzu wird er für etwa 20 Minuten auf 72°C erwärmt und anschliessend in luftdichte Flaschen mit Twist off Deckel gefüllt. Etwas Heikel ist diese Methode allerdings. Denn: Ist die Wärme zu gering, werden nicht alle verderblichen Mikroorganismen abgetötet. Ist sie zu hoch, gehen auch die wertvollen Inhaltsstoffe verloren.

 

Titelbild: Alexander Raths – shutterstock.com


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