Gesunde Beeren – ein kleines 1×1 aus heimischen und exotischen Gärten

01.05.2019 |  Von  |  Ernährung
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Beeren gehören zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Sie haben einen hohen Anteil an Polyphenolen, die helfen, Zellschäden zu vermeiden. Gesunde Beeren sind meist reich an Ballaststoffen, Vitamin C, Antioxidantien und Polyphenolen. Dadurch unterstützen sie die Abwehr chronischer Erkrankungen, senken Blutdruck und Cholesterin und reduzieren oxidativen Stress.

Sie können auch dazu beitragen, das Risiko von Typ-2-Diabetes zu mindern, da sie eine gute Alternative zu zuckerhaltigen Snacks sind. Gesunde Beeren sollten Bestandteil jeder Ernährung sein. Es gibt die kleinen Fitmacher in so vielen verschiedenen Sorten, dass sie einen abwechslungsreichen Speiseplan unterstützen.


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Himbeere

Himbeeren gehören aufgrund ihrer aggregierten Fruchtstruktur mit bis zu 20 Prozent Faseranteil pro Gesamtgewicht zu den ballaststoffreichsten Lebensmitteln. Sie sind auch eine grosse Quelle für Vitamin C, Mangan, B-Vitamine 1-3, Folsäure, Magnesium, Kupfer und Eisen. Was die Antioxidantien betrifft, so enthalten Himbeeren die wichtigsten Anthocyane, Ellagsäure, Quercetin, Gallussäure, Cyanidin, Pelargonidin, Catechin und Salicylsäure. Gelbe Himbeeren werden ebenfalls angebaut, enthalten aber weniger Antioxidantien. Eine Verbindung, die in Himbeeren enthalten ist, das Himbeerketon, häufig als Ergänzung bei der Gewichtsabnahme empfohlen.

Goji-Beere

Dabei handelt es sich um gesunde Beeren aus Himalaya-Region von China und Tibet. Die kleinen, roten Beeren werden seit Jahrtausenden in der chinesischen Medizin verwendet, um das Sehvermögen zu verbessern und die Immunfunktion zu stärken. Obwohl es nur wenige veröffentlichte klinische Studien gibt, hängen viele der von Goji-Beeren berichteten gesundheitlichen Vorteile mit ihrer hohen antioxidativen Konzentration zusammen.

Sie haben einen bemerkenswerten Gehalt an Vitamin C, Beta-Carotin, Aminosäuren, Eisen- und B-Vitaminen. Erhältlich in getrockneter Form, schmecken sie wie eine getrocknete Kirsche mit einer leicht metallischen und salzigen Note. Goji-Beeren sind auch als Pulver, Saft oder Nahrungsergänzung erhältlich.

Jostabeere

Jostabeeren sind eine genetische Kreuzung aus schwarzen Johannisbeeren und Stachelbeeren und stammen aus Deutschland. Sie wurden 1970 am Max-Planck-Institut von Dr. Rudolph Bauer entwickelt. Jostabeeren verleihen hausgemachtem Eis einen köstlichen Geschmack und eignen sich hervorragend für Kuchen und Schmorgerichte. Neben den kulinarischen Vorteilen handelt es sich um gesunde Beeren mit hohem Vitamin C-Anteil. Sie helfen bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und dem grauem Star und unterstützen eine Senkung von Blutdruck und Cholesterinspiegel.

Acai-Beere

Die Açai-Beere wird von einer Palme geerntet, die in den Regenwäldern Südamerikas heimisch ist. Im Amazonasgebiet werden die Beeren zu einem Fruchtfleisch geschlagen, in Wasser verdünnt und mit Maniok, Fleisch, Fisch oder getrockneten Garnelen verzehrt. Die Befürworter behaupten, dass diese kleine Beere Arthritis und Krebs vorbeugen, bei Gewichtsverlust und hohem Cholesterinspiegel helfen, die erektile Dysfunktion mindern, die Entgiftung unterstützen und für eine allgemeine gute Gesundheit sorgen kann.

Açai-Beeren haben sich als eine gute Quelle für Antioxidantien, Ballaststoffe und herzgesunde Fette erwiesen. Açai kann roh, in Kapseln, in Getränken wie Saft, Smoothies oder Energy Drinks und anderen Lebensmitteln verzehrt werden. Es wird oft als gefrorenes Fruchtfleisch verkauft.

Heidelbeere

Heidelbeeren sind süss, nahrhaft, kalorienarm und sehr beliebt. Wegen ihrer langen Liste an gesundheitlichen Vorteilen werden sie oft als Superfood bezeichnet. Heidelbeeren gehören zu den nährstoffreichsten Beeren. Eine 150 Gramm Portion enthält 4 Gramm Ballaststoffe, 24 % des täglichen Bedarfs an Vitamin C, 36 % des täglichen Bedarfs an Vitamin K, 25 % des Bedarfs an Magnesium und kleine Mengen verschiedener Ballaststoffe.

Heidelbeeren bestehen zu etwa 85 % aus Wasser, und 150 Gramm enthalten nur 84 Kalorien, mit 15 Gramm Kohlenhydraten. Studien deuten darauf hin, dass Heidelbeeren dabei helfen, Gedächtnisverlust vorzubeugen, das Herzinfarktrisiko zu verringern, und mehrere Anti-Aging-Vorteile haben.

Erdbeere

Erdbeeren sind zwar nicht exotisch und erfordern keine langen Wege, tragen aber auch nicht zu schwindenden Regenwäldern bei. Dafür zählen sie zu den herausragendsten Kraftgebern der Beerengruppe. Eine Portion Erdbeeren enthält 85 Milligramm Vitamin C oder 150 Prozent des Tageswertes. Sie liefern Ballaststoffe, Mangan, Folsäure, Kalium und wie der Rest der Beerenfamilie Antioxidantien. Erdbeeren können häufig mit Pestiziden belastet sein, deshalb sollten, wenn möglich, Bio-Produkte gewählt werden.

Cranberry

Die Cranberry hat eine lange Tradition in der Verwendung für medizinische Zwecke, einschliesslich der Behandlung von Wunden, Harnwegserkrankungen, Durchfall, Diabetes, Magenbeschwerden und Leberproblemen. Es gibt einige Hinweise darauf, dass die Cranberry dabei helfen kann, Harnwegsinfektionen zu verhindern, dazu sind allerdings noch weitere Gesundheitsstudien erforderlich. Doch Vorsicht beim Verzehr von Cranberry-Saft, hier sollte unbedingt die Nährwerttabelle überprüft werden. Viele Cranberrysäfte sind Saftmischungen, mit einem oft extrem hohen Zuckeranteil.

Brombeere

Brombeeren sind ganz besondere gesunde Beeren. Sie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, Vitamin C, Vitamin K, Folsäure und Mangan aus und haben eine enorme antioxidative Wirkung, mit einem beachtlichen Gehalt an polyphenolischen Verbindungen, wie Ellagsäure, Tanninen, Ellagitanninen, Quercetin, Gallussäure, Anthocyanen und Cyanidinen. Brombeeren zählen zu den stärksten antioxidativen Lebensmittel, die es gibt.

Gesunde Beeren als Alzheimer-Prävention?

Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass die Antioxidantien der Beeren Verbündete im Kampf gegen die Auswirkungen des Alters auf das Gehirn sein könnten. Die chemische Verbindung namens Polyphenol, die Beeren enthalten, könnten helfen, Alzheimer zu verhindern, indem sie den schädlichen Aufbau von Giftstoffen im Gehirn im Laufe der Zeit beseitigen.

 

Titelbild: Joshua Resnick – shutterstock.com


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