Kulinarische Netzwelten – Social Media für Gastronomen

18.05.2020 |  Von  |  Essen & Trinken, Gastronomie

Ohne eine passende Internetpräsenz geht in der Gastronomie eigentlich gar nichts mehr. Wer Gäste anlocken will, muss ihrer Affinität für Online-Suchen und Netzrecherche Folge leisten, um im Gespräch zu bleiben. Neben einer offiziellen Webseite für das Geschäft spielen hierbei auch immer öfter Werbekanäle und Firmenaccounts auf sozialen Plattformen eine wichtige Rolle.

Dass für Gastronomen an der digitalen Welt kein Weg vorbeiführt, hat inzwischen auch die Politik erkannt. Aus diesem Grund bieten Wirtschaftsinstitutionen vermehrt Brancheninformationen zur Internet-Gastronomie an. Guidelines können hier allerdings immer nur Tipps und Empfehlungen aussprechen, denn welches Erfolgsrezept sich für Gastronomen letztendlich auszahlt, hängt von vielen Faktoren ab.


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Da wäre zunächst einmal die Art des gastronomischen Betriebes zu bedenken. Immerhin müssen Hotels und Ferienhäuser im Netz anders bewerben als beispielsweise eine Bar oder ein Restaurant. Schon die Kanäle, auf denen Gastronomen inserieren unterscheiden sich diesbezüglich grundlegend. Ferienunterkünfte kommen zum Beispiel ohne Ausschreibungen auf Hotelplattformen wie booking.com, trivago oder expedia kaum aus. Dort findet gemeinhin auch ein essenzieller Teil des Kundenfeedbacks und somit die wichtigste Social Media Kommunikation für Unterkünfte statt.

Anders sieht es dagegen bei Lokalen aus. Ihre wichtigsten Plattformen sind vor allem branchenspezifische Kulinarik-Portale. Bekannt sind Seiten wie Lieferheld oder JustEat für Restaurants mit Lieferservice. Doch auch für Clubs oder Bars gibt es sehr individuelle Communities. Hinzu kommen natürlich die gängigen Social Media Plattformen. Hier wird es mit der Eigenwerbung noch deutlich komplizierter.

Visual Content für Gastronomen

Visueller Content ist für geschäftliche Social Media Auftritte in der Gastronomie das A und O, denn das Auge isst im Netz immer mit. Sehr beliebt sind zum Beispiel Foodpics von ansprechenden Kreationen aus der Hotel- oder Restaurantküche. Leckere Bilder, die den Betrachter regelrecht zum Lokalbesuch verführen, dürfen daher neben digitalen Menükarten auch in Ankündigungen für kulinarische Events (z.B. Gourmetabende oder Weinproben) nicht fehlen.


Mit tollen Foodpics der Gerichte können die Betrachter im Netz ganz einfach zu einem Besuch angeregt werden. (Bild: Rahul Sapra – shutterstock.com)


Ergänzend zum sogenannten „Foodporn“ lässt sich das Firmenprofil in visuellen Inhalten ebenfalls gut darstellen. Aufnahmen vom Zimmerdesign, die traumhafte Kulisse im Aussenbereich des Hotels, Close-Ups von Mobiliar oder Partyfotos – denkbar ist vieles.

Ein weiteres wichtiges Element für visual Content in der Gastronomie sind Gastro-Videos. In diesem Zusammenhang lässt sich ggf. über ein Profil auf Video-Plattformen wie YouTube nachdenken. Die dort hochgeladenen Geschäftsvideos lassen sich problemlos mit anderen sozialen Plattformen synchronisieren. Darüber hinaus sind visuelle Plattformen wie Instagram gut für die Veröffentlichung von Videomaterial geeignet.

Tipp: Es ist empfehlenswert, für die Erstellung von visual Content einen professionellen Fotografen oder Kameramann zu engagieren, anstatt Amateuraufnahmen mit dem eigenen Handy zu machen. Ausnahme sind versierte Foto- und Videokünstler, die neben ihrer Gastronimiekarriere auch ein geschultes Auge für ansprechendes Bildmaterial haben.

Eventankündigungen und Termine auf Social Media

Viele sozialen Netzwerke besitzen account-basierte Terminkalender, in die sich wöchentliche Events unkompliziert eintragen lassen. Wer in seinem Profil sorgfältig die Metadaten seines Geschäfts, also Name, Adresse, Telefonnummer und Website hinterlegt, dessen Einträge werden in Suchmaschinen sogar bei blosser Suche nach dem Lokal angezeigt. Gerade das Eventprogramm für kleinere Bars und Clubs lebt mittlerweile von der Onlinewerbung. Doch auch Restaurants oder Ferienunterkünfte profitieren von regelmässigen Ankündigungen saisonaler Feierlichkeiten wie Weihnachtsbuffets oder Silvesterdinner. Um das Marketing weiter anzukurbeln, können gezielt Events mit Geschäftspartnern wie Firmenmeetings, Workshops oder soziale Projekte geplant und online vermarktet werden.

Knackpunkt Kundenfeedback: virtuelle Sterne sammeln

Was früher der Restaurantkritiker, ist heute das Kundenfeedback im Internet. Meinungsplattformen wie tripadvisor, ebenso wie spezifische Gastronomieportale bieten hierzu einen äusserst umfangreichen Feedbackkatalog an, mit dem nicht nur Sterne durch die Kunden vergeben werden können. Selbst vollständige Rezensionen und detaillierte Bewertungen zu Aspekten wie Hygiene, Zimmerausstattung, Lage oder Freundlichkeit des Personals stehen Gästen online zur Verfügung. Das dient der Qualitätssicherung der Plattformen und hält Unternehmen zur Seriosität an. Insbesondere neu registrierte Gastronomen im Netzwerk sollten deshalb auf eine tadellose Geschäftsführung und Ordentlichkeit setzen, damit ihr Online-Marketing erfolgreich ist.

SEO und Marketing-Beratung für Gastronomen

Das Zauberwort für jedweden erfolgreichen Web-Content lautet: SEO. Die Suchmaschinenoptimierung ist für Seiteninhalte, Bilder und Social Media Beiträge gleichermaßen wichtig. Fotos, Videos und Posts müssen darum immer mit relevanten Hashtags bzw. Keywords zum Thema versehen werden. Dieses sollte zur vereinfachten Zuordnung der Inhalte durch die Suchmaschinen wiederum konkret auf das Angebot des gastronomischen Betriebes Bezug nehmen.



Wer sich in Sachen SEO und Online-Marketing nicht auskennt, kann die Hilfe von Marketing-Experten in Anspruch nehmen. Zahlreiche Servicedienstleister haben sich inzwischen auf Online-Marketing für Gastronomen spezialisiert und stellen Unternehmen gegen Entgelt ihre Expertise zur Verfügung. Ebenfalls interessant sind Beratungsgespräche mit Werbetherapeuten. Entsprechende „Therapiekurse“ vermitteln wichtige Grundinformationen zu PR-Strategien im Netz und halten Gastronomen zuverlässig über aktuelle Trends auf dem Laufenden.

 

Titelbild: ESstock – shutterstock.com


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